Midterms2018 - Bastian Atzger

Direkt zum Seiteninhalt
Publikationen

Hier zunächst ein Link zu den Ergebnissen und Statistiken der "Midterms2018". Die Republikaner verlieren hiernach im Repräsentantenhaus 26 Sitze und gewinnen im Senat 3. Zum Vergleich: Obama erlitt in seinen ersten #Midterms 2010 die schlimmste Niederlage der Demokraten in 60 Jahren (-63 im Repräsentantenhaus und -6 Senat).

Ja, dieses Ergebnis ist auf den ersten Blick gesehen ein Patt - Trump festigt zwar seine Position im Senat, hat aber dafür nun das Repräsentantenhaus gegen sich. Politisch bedeutet dies jedoch, dass die Demokraten nun gegen ihn Untersuchungsausschüsse und andere Werkzeuge in der Hand haben, von denen sie sicherlich reichlich Gebrauch machen werden, um Trump so gut sie können einzubremsen. Die US-Politik dürfte in Zukunft wieder spannender werden..

Leider hört man aber in einigen deutschen Medien wieder nur Siegesmeldungen der Demokraten (z.B. ZDF Morgenmagazin) oder ein fast schon kindlich-störrisches "Mimimi" (z.B. Süddeutsche Zeitung), wenn es um die Ergebnisanalyse geht. Wer gibt jemandem das Recht, demokratische Ergebnisse derart ungerecht zu torpedieren, nur weil einem eben Trump nicht liegt? Aber genau diese geschönten Unwahrheiten und sachlichen Inkompetenzen, die sie gerne anderen vorwerfen, haben dazu geführt, dass man Journalisten (generell, also auch denen die es nicht verdient haben!) in der Öffentlichkeit als #FakeNews, #Journaille oder Lügenpresse bezeichnet. Hier sollten also auch einmal die Medien selbstkritisch analysieren, ob eine derart bewertende bzw. einseitig abwertende Berichterstattung für sie noch #Qualitätsjournalismus bedeutet. Ich bin jedenfalls über die o.g. Beispiele sehr enttäuscht.

Ich bin mir aber sicher, die Demokratie wird Donald Trump überstehen und die Demokratie wird auch unfaire Berichte von Seiten des inkorrekt arbeitenden Teils der Medien überstehen. Jetzt liegt es jedoch an unserer Politik, Mut und Fairness zu beweisen und das transatlantische Bündnis erfolgreich fortzuführen - auch oder gerade weil der US-Präsident intern nun noch heftiger unter politisches Feuer gerät.



(Bildquelle, CC-Lizenz)
Folgen Sie mir auf:
Folgen Sie mir auf:
Zurück zum Seiteninhalt