Technologieoffen in die Zukunft: Wissenschaft statt Ideologie - Bastian Atzger

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Technologieoffen in die Zukunft
Wissenschaft statt Ideologie

Die Wissenschaft hat der Politik eines voraus: Sie agiert mehrdimensional, denkt „out of the box“ und muss Zukunft nicht ideologisch definieren. Sie schafft Zukunft. Wenn man sie denn lässt.

Seit die Grünen und ihre Vorfeldorganisationen wissen, wie bereitwillig große Teile der deutschen Politik und Medienlandschaft ihrer Marketingkampagne mit der Klima-Panik folgen, läuft der – Sie verzeihen mir bitte das Wortspiel – grüne Motor heiß. Die Öko-Lobby hat als Ziel, eine einzige („richtige“) Denkweise gesellschaftlich zu verankern und alle, die nicht im grünen Gleichschritt mitmarschieren, als Klimaleug-ner oder Wissenschaftsleugner zu stigmatisieren.

Auch die Medien erwähnen nur ungern, dass die Öko-Lobby selbst wissenschaftliche Ergebnisse nach eigenem Ermessen interpretiert und mit ideologisch gefärbten Studien den wissenschaftlichen Diskurs verzerrt. Generell gilt der Grundsatz, dass nicht sein kann, was nicht sein darf und so wird medial durch Beschönigen auf der einen Seite und Weglassen auf der anderen zu dieser Fehlentwicklung beigetragen.

E-Fokus ist E-infalt

Noch vor wenigen Jahren wurden für den Stromverbrauch Staubsauger in ihrer Leis-tung gedrosselt, heute fordert (und fördert) die Politik eine weder technisch ausgereifte noch ökologisch vorteilhafte E-Mobilität. Für die angedachten Stückzahlen ist der benötigte Strombedarf nicht erneuerbar zu decken, Batterien benötigen Unmengen an Rohstoffen und aufgrund der hohen Brandgefahr ist zunehmend E-Autos die Zufahrt vieler Parkhäuser untersagt.

Auch Häuslebauer sollen dazu verdonnert werden, ihr Dach oder ihre Hauswand mit Solarpaneelen zu „verschönern“. Über Leistungsverluste, Dauer der Haltbarkeit und die immensen Entsorgungsprobleme schweigen sich die Anbieter aber aus, und nicht wenige Hausbesitzer sehen am Ende entsetzt auf ihre Endabrechnung, weil sich die wohlgepriesene Investition nicht gelohnt hat.

Da ist es ein Lichtblick, dass die Beschlusslage der MIT eindeutig ist: für Technologiefreiheit bei der Antriebstechnik. Zwar hat sich die Politik bereitwillig dem grünen Weg gefügt, doch scheint das (auch von der MIT angeregte) Umdenken Früchte zu tragen. Bestes Beispiel hierfür ist der Bereich Wasserstoff, den die Bundesregierung aktiv unterstützt.

Wissenschaft findet neue Wege

Wie jubelte die E-Lobby, als sich bei Tests Probleme für Wasserstofffahrzeuge ergaben. Die Lagerhaltung von Wasserstoff sei energieaufwendig, hohe Drücke machten Tankstellen gefährlich, oder der Wirkungsgrad sei viel zu gering. Alles zwar legitime Argumente, über die man reden kann, aber kein Grund, politisch alles auf eine Karte zu setzen. Nach über 100 Jahren Abhängigkeit vom Öl sollten wir uns keine neue schaffen.

Wie gut, dass die Forschung „out of the box“ denkt. Wo Politiker auf dem Wissens-stand von gestern die Motorentechnik von 2030 definieren, präsentiert beispielsweise das Fraunhofer Institut die Wasserstoff-Patrone: Eine Paste aus komprimiertem Wasserstoff auf Magnesiumbasis (Magnesiumhydrid) mit der zehnfachen Energie-dichte einer Lithium-Batterie. Kommt dies in Verbindung mit Wasser, wird der Wasserstoff kontrolliert freigesetzt und ermöglicht Reichweiten wie bei modernen Ver-brennungsmotoren bei geringster „Betankungsdauer“.

Ob sich dieses Konzept durchsetzt, sei zunächst dahingestellt. Es ist ein langer Weg von der Forschung bis zur Marktreife und der Übernahme in Fahrzeugmotoren. Aber dieses Beispiel zeigt, wie irrsinnig es ist, sich heute auf einen Antrieb und einen Energiemix für 2030 festzulegen, wenn sich die Welt um uns immer schneller dreht. Forscher wissen das. Mittelständler wissen das. Es wäre schön, wenn diese Einsicht auch endlich in unseren Parlamenten ankäme. Dann müssten wir uns nicht wegen grüner Klima-Panik vor morgen fürchten, sondern könnten mit Forscherdrang, Technologieoffenheit und Marktorientierung den Weg in die Zukunft optimistisch beschreiten bzw. befahren.

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